PresseEin Halali von der mobilen Jagdkanzel

Haller Tagblatt ‒ 30. August 2001

Firmenchef Paul Barthau und sein fahrbarer Hochsitz - Reaktion auf Jägerwünsche / Auf- und Abbau mit einer Person / "Erfolgsanhänger" als Basis

Als Chef einer Anhängerfirma ist Paul Barthau aus Brachbach immer auf der Suche nach neuen Absatzmöglichkeiten. Selbst in einschlägiger Fachliteratur war bezüglich eines fahrbaren Hochsitzes nichts zu finden. Also entwickelte Barthau selbst eine mobile Jagdkanzel für die modernen Anforderungen der Jäger.

UNTERMÜNKHEIM Paul Barthau geht gerne spazieren. Wie viele Unternehmer kann er sich keinem zeitraubenden Hobby widmenund begnügt sich daher mit dem herkömmlichen Spazierengehen. Zunächst nichts Ungewöhnliches. Der Firmenchef kam beim Spaziergang jedoch auf eine Idee: Überall stehen am Waldrand, im Wald oder auf den Wiesen fest montierte Jägerstände. Aber weder in Fachzeitschriften noch auf ausgedehnten Spaziergängen hatte Barthau bislang fahrbare Hochsitze gesehen. Selbst auf der Ausstellung "Fischen und Jagen" in München habe er kein vergleichbares Modell entdecken können. "Nach Gesprächen mit Jägern habe ich mich dazu entschlossen, einen mobilen Jägerstand zu entwickeln", erzählt er. Jetzt musste die Idee "nur noch" umgesetzt werden. Dabei half ihm sein Techniker Matthias Kühnle. In etwa acht Wochen wurde aus der Idee ein Prototyp. Mit drei verschiedenen Ausführungen der mobilen Jagdkanzel möchte Barthau nun an den Markt gehen. Die Kanzel selbs besteht aus wetterfesten Holzwerkstoffplatten in Grün oder Braun, ist mit einer Sitzbank und drei Fenstern ausgestattet und bei allen Modellen gleich. Basis für die Beweglichkeit des Hochsitzes ist Barthaus meistverkaufter Anhänger, auf den die Kanzel montiert wird.

In einer anderen Variante wird die Kanzel mit einem einfachen Fahrgestell für den Transport mit dem Schlepper versehen.Das ausgeklügelste Modell ist eine Jagdkanzel, die sich nicht nur transportieren, sondern auf einer Höhe von drei Metern auch aufstellen lässt. Das benötigte Hubgerüst mit Seilwinde ist Bestandteil des Anhängers. Stützen und Streben werden mittransportiert. Das System ist so konzipiert, dass sich der Hochsitz von einer Person und ohne zusätzliches Werkzeug aufstellen lässt. Interesse sei bislang von vielen Seiten angemeldet worden, erklärt Barthau. Einige Modelle habe er bereits verkauft. Ende Juli hatte er den Mitgliedern des Hegerings seine Entwicklung vorgestellt und Anregungen erhalten, die ihm helfen, sein Konzept zu verbessern. // Bettina Lober